5 Schritte, wie Ritter Sport mit Design Thinking Schokolade neu gedacht hat

Als Clara Ritter 1932 die Idee zur quadratischen Ritter Sport-Schokolade hatte, folgte sie intuitiv einem Prinzip, das wir heute als Design Thinking bezeichnen. Ohne es zu wissen, setzte sie einen Prozess in Gang, der von der tiefen Empathie mit dem Alltag der Menschen bis zum erfolgreichen Prototyp alles vereint, was moderne Produktentwicklung ausmacht.

 

1. Empathie entwickeln – Die Schokolade muss in jede Tasche passen

Clara Ritter machte eine einfach Beobachtung: Fußballfans kauften ihre Schokolade oft auf dem Weg zum benachbarten Sportplatz. Dort wurde die Schokolade dann direkt am Spielfeldrand gegessen. Allerdings brachen die langen Schokoladentafeln von damals oft, wenn die Zuschauer diese in den Taschen ihrer Jacken unterbrachten. Da kam ihr die Idee eine Schokolade herzustellen, die in jede Jackentasche passt, ohne das sie bricht und das gleiche Gewicht hat wie die ursprüngliche Tafel. Clara Ritter versetzte sich in die Lage der Kunden und erkannte deren Bedürfnis nach einer praktischen und robusten Schokoladentafel.

 

2. Sichtweise definieren – Praktisch, aber keine Kompromisse beim Geschmack

Aus dieser ersten Empathie entstand eine klare Problemdefinition und daraus resultierte die Fragestellung: „Wie kann Schokolade so gestaltet werden, dass sie überall mitgenommen werden kann, ohne an Qualität zu verlieren?“ Diese Sichtweise war der Schlüssel zur späteren Marken-DNA von Ritter Sport: quadratisch, praktisch, gut.

 

3. Ideen finden – Die Form als Differenzierungsmerkmal

Mit dieser klaren Fragestellung begann die Phase des Ideenfindens. Statt nur Verpackungen zu verändern oder kleinere Portionen zu produzieren, dachte Clara Ritter mutig: Was wäre, wenn die Form der Tafel selbst die Lösung wäre? Das Quadrat war mehr als nur eine Designidee – es ist ein Symbol für kluges Produktdenken.

 

4. Prototyp entwickeln – Vom Gedanken zur greifbaren Tafel

Der nächste Schritt war mit Sicherheit gemeinsam mit technischen Experten erste Formen und Verpackungen zu entwickeln. Jede Variante wurde womöglich getestet, verbessert und den Bedürfnissen angepasst. Genau wie im Design Thinking wurden wahrscheinlich auch Rückmeldungen integriert, bis die Form und die Haptik der Schokolade perfekt harmonierten.

 

5. Testen – Der Markt bestätigt die Idee

Der finale Test kommt durch den Markt selbst: Die quadratische Tafel überzeugte die ersten Kunden womöglich auf ganzer Linie. Sie war stabil, handlich, und wurde bald ein fester Bestandteil deutscher Alltagserlebnisse. Damit schloss sich der Design-Thinking-Kreis – eine intuitive Innovation, die bis heute der Maßstab für nutzerorientiertes Denken ist.

 

 

Auch wenn die Kunden beim Test nicht nur positive Rückmeldungen gegeben hätten, wäre das nicht schlimm. Im Design Thinking wird der Prototyp dann entsprechend der Rückmeldungen immer wieder angepasst und weiter getestet.

 

Die Geschichte von Ritter Sport zeigt eindrucksvoll, dass erfolgreiche Innovation im Mittelstand nicht von Technologie abhängt, sondern von Empathie und Neugier.
Genau hier setzt meine Unterstützung an: Prozesse, die Kundennähe und kreatives Denken systematisch fördern, schaffen heute die Innovationen von morgen.

 

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